Clemens gr. Macke MdL
Besuchen Sie uns auf http://www.clemens-grosse-macke.de

DRUCK STARTEN


Neuigkeiten
16.02.2016, 10:56 Uhr
„Junge Mediziner früh an Region binden“
Über neue Möglichkeiten der medizinischen Versorgung und die Vergabe von Stipendien diskutiert
An Krankenhäuser gebundene Notfallpraxen sind nach Auffassungen von Klinik-Geschäftsführer Titzmann eine Möglichkeit, die medizinische Versorgung auf Dauer zu sichern.
(Münsterländiosche Tageszeitung, von Willi Siemer)
Ärztliche Versorgung auf dem Lande diskutiert: CKQ-Geschäftsführer Heinrich Titzmann, Prokuristin Andrea Netheler, der Essener Landtagsabgeordnete Clemens gr. Macke sowie Prokurist und Anna-Klinik-Verwaltungsdirektor Eberhard Ficker (Aufnahme: Willi Sieme
Löningen. Strategien und Projekte, wie die ärztliche Versorgung des ländlichen Raumes in den kommenden Jahren gesichert werden kann, standen im Mittelpunkt eines Gesprächs des Essener Landtagsabgeordneten Clemens gr. Macke mit den Verantwortlichen des Christlichen Krankenhauses in Quakenbrück (CKQ) in Löningen. Die Bedürfnisse der Nachwuchsmediziner hätten sich in den letzten Jahren zunehmend gewandelt, schilderte der Geschäftsführer der Krankenhäuser in Quakenbrück und Löningen, Heinrich Titzmann, seine Erfahrungen.
Zunehmend stehe freie Zeit, weniger Risiko und ein pünktlicher Feierabend im Vordergrund. Es gebe ganz offensichtlich auch in sonst gut aufgestellten Regionen immer größer werdende Probleme, junge Mediziner für die Arbeit in ländlichen Regionen zu begeistern, so der Geschäftsführer.
Sollten die Probleme in den kommenden Jahren weiter wachsen, dann seien auch an Krankenhäuser angedockte Notfallpraxen eine denkbare Lösung. Titzmann betonte nachdrücklich, dass er auf keinen Fall in dieser Frage etwas provozierend anzetteln wolle "Wir wollen auch weiterhin mit den niedergelassenen Ärtzen gut zusammenarbeiten". Es sei aber durchaus denkbar, die bereits bestehenden Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) mit weiteren Ärzten im Angestelltenverhältnis auszubauen. Hier gebe es aber bisher die Zusage, keine Allgemeinmediziner zu beschäftigen. Wenn sich diese Geschäftsgrundlage ändern sollte, da  sei das CQK bereit, sich zu engagieren.
Es gelte, alles zu tun, damit die Bevölkerung des ländlichen Raums in dieser Frage nicht im Regen stehenbleibe.
Ein wichtiger Baustein u.a. zur Nachwuchswerbung sei auch, junge Mediziner in der Ausbildung an die Kliniken zu holen. Die Verträge des Christlichen Krankenhauses mit  der Medizinischen Hochschule Hannover laufen nach Angaben von Titzmann aus. "Wir sind dabei, mit der Uni Oldenburg in diesem Bereich klarzukommen und hoffen, dass wir gemeinsam mit Löningen akademisches Lehrkrankenhaus werden."
„Wir müssen junge Mediziner aus dieser Region frühzeitig an uns binden“, meinte gr. Macke. Die Vergabe von Stipendien für das Studium sei dabei ein zentraler Ansatzpunkt. Die gezielte Werbung auf Fachmessen deutschlandweit mit dem Hinweis auf das wirtschaftlich und bevölkerungsmäßig boomende Oldenburger Münsterland sei ein weiterer denkbarer Ansatz. waren beide sich einig.
Nachdrücklich warnten beide aber vor Kirchturmdenken und Egoismus in dieser Frage.
Nur als große und geschlossene Einheit mit dem noch mit Leben zu füllenden Oberbegriff "Gesundheitsregion Oldenburger Münsterland" mit allen Krankenhäusern einschließlich Quakenbrück im Boot gebe es eine Chance. Auch das von ihm ins Spiel gebrachte regelmäßige "Gesundheitsforum" in der Katholischen Akademie Stapelfeld als Präsentationsplattform des medizinischen Bereiches sei ein denkbarer Baustein.