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13.07.2012, 13:57 Uhr
Energie in der Tierhaltung sparen (Quelle: Diepholzer Zeitung)
DIEPHOLZ - "Eine Wärmerückgewinnung trägt zur Verbesserung des Klimas bei, erzielt gleichzeitig eine Reduzierung von Emissionen außerhalb der Ställe und spart darüber hinaus auch noch Energie", bringt Heinrich Dönselmann-Theile, Geschäftsführer der Diepholzer Firma hdt Anlagenbau, seinen Standpunkt auf den Punkt.
Am Mittwochnachmittag kamen in seinem Betrieb der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landesfraktion, Clemens Große Macke, Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig, der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Karl-Heinz Klare sowie der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Diepholz und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Hans-Ulrich Püschel zusammen, um sich über Möglichkeiten des Klimaschutzes und Energieeinsparpotenziale in der konventionellen Tierhaltung zu informieren.
 
Die Grundlage für den gegenseitigen Austausch bot Heinrich Dönselmann-Theile durch eine Einführung in die Thematik. Gleich zu Beginn seines Vortrages verwies er darauf, dass 85 Prozent der Wärmeverluste in Ställen im Bereich der Lüftung lägen.
 Daher könne eine intelligente Regelungstechnik weitaus mehr Energie einsparen als eine Dämmung. Parallel komme es zu einer Reduzierung von Schadstoffen wie Kohlenstoffdioxid oder Ammoniak, womit ein Beitrag zum Arbeits-, Tier- und Umweltschutz beigetragen werde.
 
Kritisiert wurde von Dönselmann-Theile laut einer Pressemitteilung der CDU, dass etwa die Baugenehmigungen für Ställe oft gar nicht mehr erteilt würden oder die Genehmigungsverfahren Jahre dauerten.
Bei einem anschließenden Gespräch, das einer Betreibsbesichtigung voranging, kamen die Anwesenden schnell überein, dass auch seitens der Forschung ein Beitrag zu Verbesserungen geleistet werden kann.
Heinrich Dönselmann-Theile warb hierbei für eine Fokussierung insbesondere auf die Effizienz von Wärmerückgewinnungssystemen.
Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig kündigte an, beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie beim Bundesministerium für Bildung und Forschung zu hinterfragen, ob es entsprechende Forschungsprojekte gibt.
"Wenn dazu beigetragen werden kann, erhebliche Verbesserungen im Energieverbrauch und der Schadstoffreduzierung herbeizuführen, um die Gesundheit der Menschen und Tiere besser zu schützen, dann trete ich dafür ein, dass der Bund seinen Beitrag leistet", so Knoerig laut der Pressemitteilung.
Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Klare kündigte an, auf der Landesebene aktiv werden zu wollen: "Wir werden uns die für Ställe festgeschriebenen Baubestimmungen noch einmal genau anschauen müssen. Sich gegenseitig aushebelnde Emissions- und Brandschutzauflagen verhindern, dass unsere Ställe das für Mensch, Tier und Umwelt leisten können, wozu sie eigentlich in der Lage wären."

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